Hexenhaus Büro- und Wohngebäude

In dem kleinen Ort Hunsdorf in Luxemburg wird eine vier Meter breite Baulücke zwischen Tagelöhnerhäusern aus dem 18. Jahrhundert durch eine ungewöhnliche Einheit von Büro- und Wohngebäude geschlossen. Ein geschützter Innenhof trennt und verbindet beide Nutzungen. Während das Bürogebäude die Wohneinheit wie ein Schutzschild gegen den Publikumsbetrieb der Straße abschirmt, öffnet sich der Wohntrakt mit großen Fenstern und einer Terrasse zu einem dahinterliegenden Garten. Büro- und Wohnnutzung werden über separate Eingangszonen erschlossen: Der gewerblich genutzte Teil wird über die Straßenseite und der Wohnbereich über den Garten betreten.
So unterschiedlich die Nutzungen von Büro- und Wohngebäude auch sind, bilden sie doch ein sich ergänzendes und stimmiges bauliches Ensemble. Es handelt sich um eine befriedigende Symbiose von Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Privater und öffentlicher Bereich sind einerseits effektiv gegliedert und andererseits im innenliegenden Hof harmonisch verwoben. Sie können so  miteinander aber auch unabhängig voneinander funktionieren. Die Möglichkeit funktional getrennter Gebäude bietet hier ein hohes Maß an Privatheit.