Esplanade du Palais des Congrès Bienne Entwurf und Planung der Tiefgarage

Konzept

Die neue Esplanade stärkt die vorhandene Längsausdehnung des Raumes zwischen Kongresshaus und Schüss-areal.  Der Ort bildet, mit Einbindung des Gaskessels, eine gestalterische Einheit. Das Prinzip der räumlichen Abfolge der vorhandenen Plätze (Gartenhof und Vorplatz des Kongressgebäudes, Platz des Gaskessels, Vorplatz Schüsspark) wird aufgenommen. So erhält die Esplanade ihren eigenen Rhythmus durch verschieden ausgebildete Felder.
Die Esplanade verändert sich in der Längsausdehnung in drei Ebenen: Felder, Topographie und Bäume

Im Rahmen dieses Wettbewerbs hat StudioC die Tiefgarage entworfen und geplant.

Tiefgarage


Für die Tiefgarage wird der gesamte Bereich unter dem neuen Verwaltungsgebäude und unter dem daneben liegenden Platz in Anspruch genommen. Die Tiefgarage ist 3-geschossig geplant, somit kann sie die geforderte Anzahl von 650 Parkplätzen aufnehmen und stellt dem Verwaltungsgebäude trotzdem eine grosse Anzahl von Räumen für Technik, Archiv oder andere unterirdische Funktionen zur Verfügung. Die Parkplatzbreite wurde mit 2,50m geplant, um ein leichtes Ein- und Aussteigen zu ermöglichen und die zunehmenden Fahrzeugbreite zu berücksichtigen. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt durch das Verwaltungsgebäude, wobei sie soweit nördlich wie möglich angeordnet wird, um ein einfaches Ein- und Ausfädeln zum Kreisel zu ermöglichen.

Die Parkgarage wird nicht als reines Funktionsgebäude gesehen, sondern sie steht in engem Zusammenhang mit dem darüber liegenden Platz und dem Kongresshaus. Sie hat einen öffentlichen und bedingt auch repräsentativen Charakter. Die grüne Wand am nördlichen Abschluss der Garage verbindet die Geschosse. Der verglaste Lichtschlitz zum Platz ermöglicht eine natürliche Belichtung, die aber natürlich mit zunehmender Tiefe geringer wird. Gleichzeitig nimmt die künstliche Belichtung mit grösserer Tiefe zu. Sie beleuchtet nachts den Platz von unten, gleichzeitig erlaubt sie eine eindeutige Orientierung in der Tiefgarage, wo sie die jeweilige Ebene ablesbar macht. Die tiefen Einbindungen der Pflanzkübel der auf dem Platz angeordneten Bäume bilden den Platz nach unten ab. Die Einschnitte in die Decke werden für den Einbau von weiteren natürlichen Lichtöffnungen genutzt, wobei die Pflanzkübel mit Aluminiumreflektoren bekleidet werden, um den Tageslichteinfall zu verstärken. Somit entsteht eine enge Beziehung zum Platz bei einem gleichzeitig hohen Sicherheitsgefühl. Die Decken werden nicht ganz bis an die grüne Wand herangeführt, so dass eine optische Verbindung der Parkebenen entsteht. Durch die Anordnung von Rauchschürzen entsteht die erforderliche Sicherheit. Die Erschließung der Garage erfolgt über zwei große Kerne mit Behinderten gerechten Aufzügen, die in das Verwaltungsgebäude eingebunden sind und über zwei kleine Treppenhäuser, die direkt auf den Platz münden, ohne diesen aber zu dominieren.

Die Tiefgarage erhält zoniert Tageslicht über die in den Platz integrierten Lichtfelder. Die Tageslichtfunktion wird durch die hoch reflektierende Ausbildung und Konstruktion der Scheinungen unterstützt und optimiert.
Das Kunstlicht in der Tiefgarage wird so situiert, dass möglichst die Randflächen aufgehellt werden.  Um die Reflexionsflächen die sich unmittelbar im Gesichtsfeld befinden hell zu gestalten und eine freundliche und der Orientierung dienliche Atmosphäre zu erhalten.
Hier kommen Feuchtraum-Wannenleuchten mit minimalem Deckenaufhellanteil direkt montiert zur Anwendung.



In Kooperation mit
 
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