Tischenreuth Landschaftsarchitektur

POLA Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)  www.pola-berlin.de
in Zusammenarbeit mit: StudioC     roman zahner
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Naturräumliche Einbindung

Ausgangspunkt des Entwurfes ist die Inszenierung der neu gewonnenen Wasserfläche des Stadtteiches. Diese stark raumbildende und raumveränderende Maßnahme ist prägend für die Steigerung der Attraktivität Tirschenreuths und Hauptattraktion des Areals um den Fischhof und somit auch für die Gartenschau. Die ehemalige Insellage des Fischhofes wird besonders herausgearbeitet.Als historisches Relikt soll der Fischhof mit der Fischhofbrücke wieder als Insel in seiner zentralen Lage vor den Toren der Stadt erlebbar bemacht werden.
Der Stadtteich wird als Gesamtensemble lesbar, in seinen Nutzungen und seiner Ufergestaltung aber differenziert gestaltet. Der nördliche Bereich im Übergang zur Feuchtwiese erhält eine starke naturnahe Gestaltung, während die Nahtstelle zwischen Stadt und Naturraum mit seiner intensiven Nutzung einen urbaneren Charakter erhält.

Gartenschau / Temporäres Ausstellungskonzept

Die Idee ist die temporäre Gartenschau vom Ufer sowie vom Wasser aus erlebbar zu gestalten. Der neue Stadtteich soll maßgebend genutzt und die Maßnahme des Flutens gewürdigt werden. Die Ausstellungsflächen schmiegen sich wie das weiche Netz eines Fischernetzes um den See.Mit der Konzeption der Ausstellungsgärten wird auf die frühere Nutzung des ehemaligen „Oberen Stadtteiches“ verwiesen. Dem Fischfang! Formales Leitbild hierfür ist die Fischreuse. Die Fischreuse ist eine in vielen flachen Gewässern gängige Methode des Fischfanges und wird hier benutzt um in seiner Netzstruktur Räume für die Ausstellungsgärten zu schaffen.

Die Brücke
Die Brücke spielt mit der Idee der Fischreuse und führt bildlich und formal das Ausstellungskonzept fort. Ein grobmaschiges, dünnes und transparentes Metallgewebe als Geländer und Absturzsicherung fasst den Steg auf beiden Seiten ein.
Die Brücke mit einer Breite von 1,80 m ist befahrbar und erhält einen Belag aus groben Holzbohlen. Regenwasser kann somit direkt in die Fugen abgeleitet werden. Der Holzstegcharakter soll betont werden und Bezug zu den kleineren Stegen entlang des Ufers aufbauen.
In die Stützen sind Leuchtenkörper integriert, welche die Beleuchtung der Brücke sicherstellen. Diese Stützen sollen in Form von Mastleuchten bzw. Pollerleuchten auf dem restlichen, intensiv genutzten Bereich des Geländes ihre Fortsetzung finden.

Daueranlage
Alle Ausstellungsflächen, mit Ausnahme der Kinderspielbereiche werden zurückgebaut. Die Uferböschungen erhalten eine naturnahe extensive Wiesenfläche.Der Hauptzugang zum Stadtteich erhält mit dem Platz und Biergarten am Schels Areal einen großzügigen und würdigen Zugang. Die Seeterrassen neben der Brücke, führen direkt zum Wasser mit dem Bootsanleger.

Schels Areal
Das Gelände des Scheels Areal wird städtebaulich neu gegliedert. Das Brauereigebäude mit seinen Anbauten wird abgerissen. Der Blick zum Naturraum geöffnet. Einzig das Silo bleibt als Reminiszenz erhalten. Flankiert wird der Platz von einem Restaurantgebäude auf der nördlich und einem arkadenartig geformten, z.T. geschlossenen, eingeschossigen Gebäuderiegel mit Information, Service und Kartenverkauf auf der südlichen Seite. Hier sind die Fahrräder witterungsgeschützt abzustellen.