Senftenberg Stadthafen Senftenberg, 2009

 

Die Konstruktion besteht aus einem Hohlkasten aus geschweißten Blechen. Die Längsbleche werden durch quer verlaufende Schotte ausgesteift. Je nach statischen Anforderungen werden die Bleche höher und dicker ausgebildet. In dem Bereich, in dem der Hohlkörper sich über das Wasser erhebt, liegt er auf Stahlstützen aus Rundrohren. Sowohl die Stützen wie auch die Auflagerpunkte in den flachen Bereichen stehen auf Stahlbetonfertigteilstützen, die die Wassertiefe bis zum Seeboden überwinden. Die Fertigteilstützen werden in Köcherfundamenten eingespannt, die flach gegründet sind.

Die Konstruktion wird, ähnlich eines Brückenüberbaus, schwimmend auf Elastomerlager gelegt. Die Stützen in der Hafeneinfahrt werden gegen Anprall durch Schiffe geschützt. Der Anlegedruck der Fahrgastschiffe wird beim horizontalen Lastabtrag berücksichtigt. Das Tragwerk wird für einen Bemessungsseegang ausgelegt. Die Konstruktion wird gemäß ZTV-Ing Teil 4 Abschnitt 3 gegen Korrosion geschützt.

Die Köcherfundamente werden im Werk gefertigt und zur Baustelle gefahren. Dort werden sie zu ihrem vorgesehenen Standort gebracht und in den Seeboden abgesenkt. Die Fertigteilstützen werden in die Köcherfundamente eingespannt. Der Hohlkasten wird in transportfähigen Größen im Werk gefertigt und zum Seeufer gefahren. Dort werden mehrere Kästen zu einer Montageeinheit zusammen geschweisst. Die Montageeinheit wird zur Baustelle eingeschwommen, wo sie dann auf den bereits vorhandenen Stützen verlegt und verschweisst wird.

 

Wettbewerbsbeitrag in Kooperation mit Heide & von Beckerath Architekten und Locodrom Landschaftsarchitekten

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